Steyr als Wirtschaftsstandort und die Bedeutung der Ini­tia­tive Steyr­land

Steyr ist einer der wichtigsten Wirtschaftsstandorte in Österreich. Das hängt vor allem damit zusammen, dass sich hier im Laufe der Jahre einige Weltkonzerne niedergelassen haben. Ganz zu schweigen von zahlreichen weiteren Betrieben. Durch diese in Steyr ansässigen Betriebe fließen jedes Jahr rund 14 Millionen euro an Kommunalsteuern in die Kassen der Gemeinde. Geld, das für die Finanzierung von unterschiedlichen Projekten genutzt wird. Darunter beispielsweise Kinderkrippen, Spielplätze und Sportstätten. Da die regionale Wirtschaft maßgeblich Anteil am Wohlstand der Region hat, wurde die Ini­tia­tive Steyr­land ins Leben gerufen. Was es mit der Kampagne auf sich hat und warum Steyr überhaupt so ein starker Wirtschaftsstandort ist, wollen wir uns in diesem Artikel anschauen.

Was den Standort Steyr überhaupt auszeichnet

Es ist natürlich interessant zu wissen, weswegen Steyr nach wie vor so ein wichtiger Wirtschaftsstandort ist. Schließlich gibt es hier einige Niederlassungen von Konzernen, die sogar an der Börse sind und deren Aktien Sie auf einer Online-Handelsplattform kaufen können.

Ein wichtiger Faktor ist unumstritten das Know-how der Steyrer Mitarbeiter. Dieses Know-How hat sich über die Jahrzehnte gehalten und sogar stetig weiterentwickelt. Damit bietet Steyr großen Betrieben genau die Fachkräfte, die sie brauchen. Vor allem von dem in der Steyr-Daimler-Puch-Ära erlangten Wissen, profitiert die Stadt nach wie vor. Nicht ohne Grund gehört das Steyrer BMW-Motorenwerk zu einem der bedeutendsten Standorte des Unternehmens. Es handelt sich sogar um das weltweit größte Motorenwerk von BMW. Jedes Jahr werden hier mehr als eine Million Motoren angefertigt.Doch das alles ist nur ein Beispiel für zahlreiche erfolgreiche Unternehmen. Ausschlaggebend für die wirtschaftliche Situation von Steyr sind auch die verschiedenen Bildungsstandorte. Diesbezüglich gilt es unter anderem die Fachhochschule OÖ Campus Steyr zu nennen.

Die Fachhochschule ist auf Management fokussiert und hat so einige erfolgreiche Manager herausgebracht, die während ihres Studiums bereits eine Menge internationale Erfahrung sammeln konnten. Exzellente Techniker sind also bei weitem nicht alles, was Steyr als Wirtschaftsstandort zu bieten hat. Natürlich hat auch die Geschichte Anteil am Erfolg von Steyr. Die Stadt ist schließlich bereits seit vielen Jahrzehnten als ein wichtiger Wirtschaftsstandort bekannt. Es gab hier sogar einige Innovationen. So war Steyr beispielsweise die Stadt, wo 1927 das europaweit erste Fließband der Automobilindustrie in Betrieb genommen wurde. Natürlich gab es auch schlechte Zeiten. Die Krise der Verstaatlichten Industrie traf auch Steyr schwer. Doch der Standort konnte sich erholen, ohne an Attraktivität einzubüßen.

Die Ini­tia­tive Steyr­land und ihre Bedeutung

Die Ini­tia­tive Steyr­land ist eine Kampagne, um die regionale Wirtschaft zu stärken.

Es handelt sich um eine Art Gegenbewegung zu internationalen Giganten wie Amazon. Die Bewegung zielt unter anderem darauf ab, dass Menschen mehr regionale Waren kaufen. Denn die regionalen Betriebe sind es, die durch ihre Steuerleistung den Wohlstand der Region aufrechterhalten und vorantreiben. Während die regionale Wirtschaft 14 Millionen Euro pro Jahr in die Gemeindekassen spült, zahlen Großkonzerne wie beispielsweise Amazon gar keine Abgaben und Steuern an die Gemeinden. Wer Waren von solchen Plattformen kauft, trägt also nicht zur Entwicklung der Region bei. Schließlich können durch das Geld beziehungsweise die Tatsache, dass kein Geld durch Steuern reinkommt, auch keine Projeke finanziert werden.Durch die Ini­tia­tive sollen vor allem die Menschen in der Region sensibilisiert werden. Denn ein großes lokales Angebot hat zahlreiche Vorteile. Vor allem, da es zu einem vielfältigen Angebot an sportlichen, kulturellen, schulischen und sozialen Einrichtung führt. Das wiederum steigert die Lebensqualität der Menschen.

Damit es mit der Wirtschaft in Steyr weiterhin so gut vorangeht, ist es daher wichtig, die regionale Wirtschaft zu stärken. Ausländische Distanzhändler zahlen nämlich keine Kommunalsteuer. Das entzieht der Region Kaufkraft. Außerdem gefährdet es die Existenz zahlreicher Betriebe.

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